Die Herstellung des Modells Motorwagen von Carl Benz

Der erste Arbeitsgang war das Öffnen der 1000 Watt- Leuchtturmlampe.
Die Bördelung des Gewindesockels wurde abgeschliffen, um die Keramikisolierung entfernen zu können. Danach wird der Glasstulpen mit den Glühdrähten aufgebrochen und mit Diamantschleifer am Halsdurchmesser unter Wasserkühlung ausgeschliffen.
Immer wieder passiert es, dass dabei ein Riss entsteht und diese alte Leuchtturmlampe für den Müll ist.
Die genaue Maßstabsbestimmung erfolgte durch viele Versuche, den größtmöglichen Ø der Hinterräder zu erreichen. Diese sind einiges grösser als der Durchlass. Das erforderte 5 Sätze von fotogeätzten 0,2 mm dicken Messingblechen. Preis für einen Satz: € 180,-. Bei 0,2 mm Dicke ist die geringste Breite auch 0,2 mm.
Erst danach konnte der Maßstab für die weiteren Teile zur Anfertigung festgelegt werden.
Die Nabe wurde nur auf einer Speichenseite festgeklebt und die andere Speichenseite nur an der Felge. Das „Gummi“ an der Felge ist schwarz eingefärbtes Latex.
Diese Räder konnten nur mit sehr aufwändigen, selbst hergestellten Hilfsvorrichtungen ohne die Speichen zu verbiegen, durch den Lampenhals gebracht werden.
Zum Herstellen der Fahrgestellrohre waren Biegevorrichtungen notwendig, da sich Rohre in diesem Ø nicht freihändig sauber biegen lassen. Außerdem müssen alle Biegeradien gleich und ohne Knicke sein.
Alle Drehteile wurden auf einer kleinen Tischdrehbank gefertigt. Die Fräsarbeiten mit einer kleinen „Proxxon“- Bohr- und Fräsmaschine erstellt. Maximaler Fräser,- Bohrer Ø ist 3 mm.
Könnte man nun noch den Motor an dem Schwungrad „anwerfen“, würde sich sogar der Kolben im Zylinder bewegen!
Das Zusammenbauen und kleben aller weiteren Teile erforderte enormes Fingerspitzengefühl, da kein Metall von innen an das Glas schlagen darf. Auch das Fixieren der zu klebenden Teile durch die Lampenöffnung ist sehr schwierig. Es darf innerhalb der Lampe kein Sekundenkleber verwendet werden. Dieser dampft aus und schlägt sich fast unlösbar innen am Glas ab. Richtiger Halt geht nur mit 2-Komponentenkleber, der eben viel Zeit bis zum Festwerden braucht.
Erst nach der kompletten Fertigstellung dieses Motorwagens konnte die Tragstange am Fahrgestell angebracht und im Lampensockel befestigt werden.
Diese Art von Modellbau erfordert Jahrzehnte lange Übung, eine Engelsgeduld, ein gutes Augenmaß und Fingerfertigkeit. Auf dieses Modell, bei dem ich fast an meine Grenzen gestoßen bin, darf ich schon ein bischen stolz sein. Dieses Modell könnte ein schöner Hinweis zu der rasanten Entwicklung im Automobilbau sein und ein Schmuckstück in Ihrem Autosalon. P.S. Dieses Auto war noch absolut markenfrei!
Bauzeit mit allen Versuchen, Zusatzarbeiten und Überlegungen:
Geschätzte 4- bis 500 Stunden!

Anmerkung zum Versand: Für dieses kleine Kunstwerk ist der normale Versandweg nicht ratsam. Es lässt sich zwar die Lampe sicher verpacken, jedoch nicht deren Inhalt. Für eine sichere Lieferung gibt es 3 Möglichkeiten:
Sie lassen es abholen, oder beauftragen einen Kurierdienst.
Wenn es nicht allzu weit ist, bringe ich es persönlich zu Ihnen.


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im Juli 2016
Name Adalbert Emser
Herkunft Echter Bodenseeschwabe
Alter Jahrgang 1947
Sternzeichen Wassermann ( sehr kreativ ; ))
Wohnort Lindau

Mit 13 Jahren habe ich im Werkunterricht zum ersten Mal und ohne jede Anleitung ein einfaches Flaschenschiff aus Streichhölzern mit Papiersegel gebaut.
Das „Kunstwerk“ war zwei Jahre lang im Schul-Schaukasten zu sehen. Ich war natürlich mächtig stolz... Leider ist es wegen der Feuchtigkeit in der Flasche nach zwei Jahren verschimmelt. Das gab den Ansporn, weiter zu machen. Es gab jedoch niemanden, den ich bei Problemen fragen konnte.
So mein Motto: Probleme sind ja schließlich zum lösen da….

Dies ist dann auch mein Hobby geblieben, das ich mit Unterbrechungen immer wieder aufgenommen und stets verfeinert habe.

Ein Maler muss sein Handwerk beherrschen, damit er seine Inspirationen einfließen lassen kann,-
ich muss mein Handwerk beherrschen und mich in schier unendlicher Geduld üben, damit trotz vieler Fehlschläge und Neuanfänge so etwas wie z.B. der Benz aus dem Jahr 1886 entstehen kann.
Gerne nehme ich auch Aufträge an, sofern diese nach meinem Ermessen machbar sind.
http://www.gluehbirnenschiffe.de